Wer kann allen Gänsen Schuhe machen? Who can make for all geese shoes?

Eine kleine Suchanfrage in eigener Sache: Ich möchte mich in nächster Zeit zwecks Recherchen auf einigen historischen Rollenspiel-Sims der 1920er Jahre in Second Life umtun. “The 1920s Berlin project” steht genauso auf dem Programm wie “Chicago Roaring ’20s“. An stil- und zeitgerechter Kleidung mangelt es nicht, aber an gutem Schuhwerk. Wo bekomme ich Schuhe im Stil der 1920er Jahre in Second Life? Ich habe mich schon in einigen Schuhläden umgesehen, bin aber nicht wirklich fündig geworden.

Persönlich bin ich ja davon überzeugt, dass es die besten Schuhe in Second Life bei Maitreya gibt. Passform und Stil sind exzellent. Allerdings sind dort kaum Modelle zu finden, die als stilgerecht für die goldenen Zwanziger Jahre durchgehen würden. Ein Zufallsfund sind meine heiss geliebten korallenfarbenen ChiChis von Maitreya, die aber nur zufälligerweise dem Stil entsprechen. Die Sachen von Curious Seamstress mag ich nicht, weil sie meiner Meinung nach meistens schlecht sitzen.

Also, meine SL-Damen und -Herren: Habt ihr gute Tipps? Bin für jeden Hinweis dankbar. Wäre doch zu Schade, wenn meine Recherchen über das Berlin und Chicago der zwanziger Jahre mangels passendem Schuhwerk ins Wasser fallen müssten.

Attention please: I need some help to be able to do some little research work on historical role play sims in Second Life. “The 1920s Berlin project” and the “Chicago Roaring ’20s” will be the first sims i want to visit. I already have enough clothes imitating these eras, but i don’t have the appropiate shoes. Damn…

Personally I am persuaded of the fact that Maitreya is selling the best shoes in Second Life (but that is just the opinion of mine). Fit and style are excellent. But models which would seem fitting the style of the Golden Twenties are hardly to be found there. I do not like the things of Curious Seamstress because they fit in my opinion usually badly.

All SL ladies and SL gentlemen: Do you have any good tips? I am grateful for any indications.  It would be a pity, if my investigations about Berlin and Chicago in the ’20s would fail just because of the absence of suitable footwear, wouldn’t it?

Doch mit dem E-Book in die Badewanne? With E-Book in the Bath?

In den ICEs sind sie mittlerweile ein gewohnter Anblick: E-Books. In den USA verkaufen manche Händler sogar mittlerweile mehr E-Books als gedruckte Bücher. In Deutschland jedoch machen sie immer noch nicht einmal ein Prozent des gesamten Buchumsatzes aus. Doch Angebot und Nachfrage wachsen auch hierzulande.

Der grosse Vorteil von E-Books: Man kann den Inhalt ganzer Bücherschränke mit sich führen. Das ist besonders praktisch für Leute, die viel unterwegs sind. Und die E-Reader kosten mittlerweile kein Vermögen mehr. In den letzten Jahren sind die Preise gesunken. Für 100 bis 150 Euro bekommt man ganz passable Geräte.

Wenn man es aber mit dem E-Book genau wie mit einem Papierbuch so richtig bequem haben will, ist das Display aus so genanntem elektronischen Papier wichtig. Es hat einen Kontrast und eine Schärfe, die gedrucktem Papier nahe kommt. Es ist gut im Freien, sogar bei starker Sonneneinstrahlung ablesbar und bietet einen grossen Blickwinkel. Da dieses elektronische Papier auch nur wenig Strom braucht, reicht der Akku über mehrere Wochen.

Bei der Bedienung setzen immer mehr Hersteller auf die Touchscreens. Diese erleichtern das Suchen im Shop durch eine virtuelle Tastatur. Das Standardformat für E-Books ist Epub. Praktisch alle Onlineshops nutzen es. Darunter Anbieter wie Libri, Weltbild, Thalia, Ciando, Pubbles und itTunes. Eine Ausnahme ist Amazon. Amazon verkauft E-Books in einem eigenen Format und verkauft dazu den Reader Kindle. Und der kann keine Epubs öffnen.

Wie sieht es bei euch aus? Besitzt ihr E-Books oder lehnt ihr das grundsätzlich ab? Welche Erfahrungen habt ihr bisher damit gemacht? Ich freue mich über eure Kommentare.

Ganz oben auf der Trefferliste landen – oder das Pferd von hinten aufzäumen

Oft ist es gleichgültig, welche Begriffe genau man eingibt: Suchmaschinen listen auf den Topplätzen oft die immer gleichen Seiten als vermeintlich populärste Treffer auf. Was gibt es wohl zu entdecken, wenn man die ersten 100, 1000 oder gar 10 000 Ergebnisse einfach mal überspringt? Wenn man das Pferd einfach mal von hinten aufzäumt?

Dieses Experiment hat sich die alternative Suchmaschine http://www.millionshort.com zum Prinzip gemacht. Bevor die Suchanfrage startet, können die Nutzer auswählen, wie viele Treffer oben abgeschnitten werden. Bis zu einer Million Treffer lässt Millionshort einfach verschwinden.

Besonders interessante Ergebnisse bekommt der Nutzer präsentiert, wenn er die ersten 10 000 üblichen Treffer ausspart. Wer dann beispielsweise nach Michael Jackson sucht, findet nicht die üblichen Wikipedia-Artikel, sondern die Inhalte teils obskurer Fanclubs.

Bis jetzt gibt es die Seite leider nur auf Englisch. Unter den durchsuchten Seiten gibt es daher nur wenig Deutschsprachiges.

Welche Suchstrategien habt ihr, um zu vermeiden, dass ihr immer nur die gleichen Treffer landet? Ich freue mich über eure Tipps und Hinweise.

Bezahlen per Funk

An den Supermarkt-Kassen wird es in Zukunft spannend: Der Einkauf soll bald per Funk bezahlt werden. Auf der Theke stehen Lesegeräte und die Kunden sollen drahtlos per Karte bezahlen. Die Technik heisst Near Field Communication, kurz NFC (auf deutsch Nahfeld-Kommunikation). Dabei werden die Daten per Funk übertragen, allerdings nur über eine sehr kurze Entfernung. Praktisch bedeutet es, der Kunde hat in seiner Geldkarte einen Chip, der Händler das entsprechende Lesegerät dazu. Um Geld zu überweisen, muss die Karte ganz nah an den Empfänger gehalten werden, der fällige Betrag wird dann automatisch abgebucht. Der Chip selbst ist passiv. Das heisst, er sendet selbst keine Daten, sondern wird lediglich gelesen.

Die Technik muss sich im Alltag aber erst einmal bewähren. Die Kreditwirtschaft testet zur Zeit das Verfahren in gross angelegten Feldversuchen. Im Grossraum Hannover, Braunschweig und Wolfsburg wurden rund 1,3 Millionen Kunden mit NFC-fähigen Geldkarten ausgestattet. Sie können nun in bestimmten Läden und bei bestimmten Tankstellen per Funk bezahlen. Das Projekt soll bald ausgeweitet werden: Die Sparkassen sollen z. B. bis Ende 2012 rund 16 Millionen solcher Funkkarten ausgeben.

Der NFC-Chip kann auch in das Handy eingebaut werden. Kunden können dann nicht nur per Funk bezahlen, sondern Treuepunkte sammeln, Tickets kaufen, Gutscheine einlösen usw., indem sie die Karte in die Nähe eines solchen Lesegeräts halten. Vereinzelt ist das bisher zum Beispiel beim Fahrkartenkauf der Deutschen Bahn möglich.

Die Vorteile des Bezahlens liegen laut deutscher Kreditwirtschaft in der Zeit: Nur noch halb so lang soll das Bezahlen per Funk dauern. Entsprechend sind auch die Gebühren niedriger. Also in Zukunft viel kürzere Schlangen an der Supermarkt-Kasse? Keine Kunden mehr, die in der Börse nach Kleingeld kramen? Die Datenschützer stehen der NFC-Technik eher skeptisch gegenüber. Da jede Chipkarte einer eindeutigen Nummer zugeordnet werden kann und diese wiederum von allen Lesegeräten erkannt wird, können Bewegungsprofile der Nutzer entstehen. Auch IT-Experten haben Einwände. Sie fürchten um die Sicherheit, weil beispielsweise Kleinbeträge ohne die Eingabe einer Geheimzahl übermittelt werden. Das Auslesen der Karte, ohne dass es der Besitzer merkt, etwa durch versteckte Lesegeräte, scheint möglich. Allerdings können die Karten nur aus sehr kurzer Entfernung gelesen werden. Die maximale Reichweite soll bei zehn Zentimetern liegen.

Grössere Gefahren lauern beim Bezahlen per Handy. Um Geld überweisen zu können, benötigt der Kunde in der Regel ein App, als ein kleines Programm, das er aus dem Internet herunterlädt. Diese App stellt dann eine Verbindung zwischen dem Funkchip im Handy und dem Bankkonto her und bucht den Betrag dort ab. Das bietet viel Angriffsfläche. Denn Smartphones sind deutlich schlechter geschützt, für Hacker die technischen Abläufe viel leichter manipulierbar. Täter und Opfer müssen sich nicht wie bei der Funkkarte am gleichen Ort befinden. Schon beim Herunterladen einer App kann beispielsweise unbemerkt ein Schadprogramm installiert werden, das sensible Daten ausspioniert und etwa Überweisungen auf andere Konten umleitet.

Microsoft startet E-Book-Offensive

Microsoft war in den vergangenen Debatten um Internet und Digitalisierung schon fast etwas in Vergessenheit geraten. Apple, Google, Facebook und Amazon gelten als die Quadriga des Internetzeitalters. Nun meldet sich der Dinosaurier Microsoft aber zurück: Der Softewarekonzern will gross in das Geschäft mit den elektronischen Büchern einsteigen. Für 300 Millionen Dollar beteiligt sich Microsoft an einem Gemeinschaftsunternehmen um das Lesegerät Nook der Buchhandelskette Barnes & Noble. Nook ist eine der wenigen Alternativen zu Amazons Kindle und Apples iPad.

Allerdings: Auch mit dieser Meldung macht Microsoft nicht mit eigenen Ideen von sich reden, sondern mit dem Ein- oder Aufkaufen anderer Unternehmen. So kaufte sich Microsoft vor fünf Jahren bei Facebook ein, jedoch nur mit einem mageren Anteil von nicht einmal zwei Prozent.  Seit dem vergangenen Jahr gehört Skype komplett zu Microsoft.

Welche Konsequenzen hat das für uns Kunden? Apple, so behaupten Kartellwächter, treibe den Preis für digitale Bücher hoch. Amazon, so das Echo vieler Verlage dagegen, treibe die Buchbranche mit seinen Dumpingpreisen in den Ruin. Mehr Wettbewerb mit einem anderen Branchenriesen scheint also nur gut. Dass dieser Wettbewerb ausgerechnet von einem Dinosaurier des Internetzeitalters wie Microsoft angekurbelt werden soll ist nicht ohne Ironie, vielleicht aber auch nicht ohne positive Effekte für die Kunden.